Manchmal kann ich nicht sagen, ob ich die Liebe als Segen oder Fluch bezeichnen soll. Wohl eine noch viel schmerzhaftere Kombination aus beidem.
1 Jahr sind wir nun schon fast zusammen. & dies war nun unser 3ter großer Streit. Keine Ahnung was ich davon halten soll. Ist das ein guter Durchschnitt? Kann man das noch als normal bezeichnen? Ist das legitim?
Ich weiß nur, dass ich durch die Zeit einfach abgestumpft bin. Der Schmerz ist mir zu vertraut. & ich will ihn einfach nicht mehr an mich heranlassen. Deswegen wirke ich so kühl. So interessenlos. Gleichgültig. Ich will nie wieder so empfinden wie vor einem Jahr. Will nie wieder so fallen. Nicht noch einmal in diesen Studel aus Übelkeit & Heulkrämpfen geraten. Will die Lebensfreude nicht noch einmal verlieren.
Doch betrüge ich mich nicht selbst? Bin ich dir nicht schon längst verfallen? Wieder völlig abhängig? Auf diese Frage will ich eigentlich keine Antwort. Denn die Angst vor einer aussichtslosen Situation, in die ich mich erneut verrenne, löst in mir Beklemmung aus. Ich weiß das du anders bist als deine Vorgänger. Lieber. Fürsorglicher. Besorgter. Doch waren sie nicht alle auf ihre Art anders? & haben sie sich nicht alle zum Schlechten gewandelt?
Manchmal denke ich, ich selbst bin der Auslöser für derartige Veränderungen. Derartige negative Veränderungen. Vielleicht bin ich einfach zu kompliziert. Zu schwer. Du selbst sagst immer wieder, dass du noch nie jemand so anstrengenden wie mich kennen gelernt hast. Danke für die Blumen, an dieser Stelle. Doch dann frage ich mich, wieso verweilst du? Was hält dich dann noch hier?
Meine Zwänge & Ängste sind, wie du immer wieder richtig feststellst, ziemlich schwer zu ertragen. Dessen bin ich mir bewusst. Nur ohne Hilfe deinerseits, komme ich aus meiner kleinen, gestörten Welt einfach nicht heraus. & dabei hast du mir doch eigentlich schon sehr geholfen.
Die selbstzerstörerische Art ist der Vernunft gewichen. Dank dir. & auch die Zwangsgedanken sind nun erträglicher. Ohne diesen Halt würde ich sicher in Sekunden eingehen.
Veränderung. Kann man den Charakter verändern? Oder ist es nicht doch nur eine Anpassung? Innerlich bleiben wir doch gleich. Doch will ich versuchen deinem Ideal mehr zu entsprechen.
Denn leider Gottes fühlte ich mich noch nie so wohl wie bei dir.




















































